Gruppe schwarzer Totentrompeten in Trichterform zwischen Buchenlaub auf feuchtem Waldboden im Herbst
Welt der Pilze

Totentrompete: Bestimmung, echte Gefahr und Zubereitung

Sie trägt den unheimlichsten Namen der gesamten mitteleuropäischen Pilzkunde und ist dennoch einer der besten Speisepilze unserer Wälder. Die Totentrompete hat noch nie jemanden vergiftet: Ihr Name stammt von ihrer Trauerfarbe und ihrem Erscheinen um Allerheiligen, nicht von einer Giftigkeit. Trotzdem ist sie im Laub praktisch unsichtbar, sie ähnelt einigen Arten, die man kennen sollte, und sie lässt sich in der Küche sehr leicht verderben. Hier erfahren Sie, wie Sie sie erkennen, was von ihrem Ruf als Gefahr wirklich übrig bleibt, was sie kostet und wie Sie sie frisch wie getrocknet zubereiten.

Kurz gefasst Die Totentrompete, Craterellus cornucopioides, ist ein essbarer Pilz aus der Familie der Pfifferlingsverwandten. Sie bildet einen bis zum Grund hohlen Trichter ohne abgesetzten Stiel und ohne echte Lamellen. Die Innenseite ist schwarz bis dunkelbraun und fein schuppig, die äussere fruchtbare Seite ist aschgrau und glatt bis schwach aderig, das Sporenpulver ist weiss bis cremefarben. Sie wächst in dichten Trupps unter Laubbäumen, vor allem unter Buche und Eiche, auf lehmigen oder kalkhaltigen Böden, von Ende August bis Dezember mit einem Höhepunkt im Oktober und November. Keine Art der Gattung Craterellus ist giftig: Ihre häufigsten Doppelgänger, der Trompetenpfifferling und die gelbe Kraterelle, sind ebenfalls essbar. Die einzige wirklich zu beachtende Verwechslung ist die Grubenlorchel, grauschwarz, aber mit sattelförmig gelapptem Hut und gerieftem Stiel, die nicht verzehrt werden darf. Der Name stammt von Farbe und Erscheinungszeit, nicht von einem Gift. Sie wird stets gegart gegessen, trocknet hervorragend und entwickelt dabei ein intensives Aroma, das ihren hohen Preis erklärt.

Es gibt zwei Arten von Sammlern: jene, die nie eine Totentrompete finden, und jene, die nach der ersten Sichtung in zehn Minuten den Korb füllen, ohne sich drei Meter zu bewegen. Dieser Pilz ist schwarz auf einem Boden voller brauner Blätter, er liegt flach am Boden und wächst in Kolonien von mehreren Dutzend Exemplaren. Man läuft buchstäblich daran vorbei, tritt darauf, und dann erfasst das Auge die erste Trompete und plötzlich erscheint der ganze Teppich. Nach dem Austernpilz und dem Leberreischling ist dies die Art, die ich am liebsten empfehle, denn sie vereint zwei seltene Qualitäten: Sie ist hervorragend in der Küche und hat praktisch keinen gefährlichen Doppelgänger. Man muss allerdings verstehen, woher dieser Name kommt, der die halbe Bevölkerung abschreckt.

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Was ist die Totentrompete?

Die Totentrompete ist ein Pilz der Laubwälder, dessen wissenschaftlicher Name Craterellus cornucopioides lautet. Sie gehört zur Familie der Cantharellaceae, also zur selben Familie wie der Pfifferling. Das ist bereits eine beruhigende Information, denn diese Familie enthält in Europa keine einzige tödliche Art.

Ihre Gestalt ist sehr eigen und ähnelt keinem klassischen Pilz. Es gibt keinen Hut, der auf einem Stiel sitzt: Der ganze Pilz bildet eine hohle Tüte, oben durch einen welligen, nach aussen umgeschlagenen Rand geöffnet, die sich nach unten bis zu einer schmalen Basis verjüngt. Schneidet man eine Trompete der Länge nach durch, stellt man fest, dass der Hohlraum ununterbrochen bis unten reicht. Daher stammt auch ihr zweiter Name Füllhorn und ihr lateinisches Epitheton cornucopioides, das genau dies bedeutet.

Das Fleisch ist ausserordentlich dünn, kaum dicker als ein etwas festeres Blatt Papier, biegsam und elastisch statt brüchig. Diese Feinheit hat zwei praktische Folgen: Ein voller Korb wiegt sehr wenig, und der Pilz verliert beim Garen enorm an Volumen. Rechnen Sie damit, dass ein Kilo frische Totentrompeten kaum hundert Gramm Trockenware ergibt.

Warum heisst sie Totentrompete?

Das ist die Frage, die jeder stellt, und die Antwort hat nichts mit einer Vergiftung zu tun. Zwei Erklärungen kommen zusammen. Die erste betrifft die Farbe: Dieser Pilz ist tiefschwarz, die Farbe der Trauer, und seine Form erinnert an ein Trauerblasinstrument. Die zweite betrifft den Kalender: Sein Haupterscheinen fällt auf Ende Oktober und Anfang November, also genau in die Zeit von Allerheiligen, wenn die Gräber geschmückt werden.

Im deutschen Sprachraum ist daneben der Name Herbsttrompete gebräuchlich, der dieselbe Art bezeichnet und schlicht auf die Jahreszeit verweist. Im Englischen heisst die Art black trumpet oder horn of plenty, also Füllhorn, was gut zeigt, dass die Todeskonnotation eine sprachliche Eigenheit ist und keine Eigenschaft des Pilzes.

Zum Merken: Der Name Totentrompete ist Volksmund, keine toxikologische Warnung. Es handelt sich um einen Pilz von sehr hoher gastronomischer Qualität, der in der Spitzenküche begehrt ist, und sein Kilopreis bestätigt das deutlich.

Wie erkennt man die Totentrompete

Vier Merkmale müssen gleichzeitig zutreffen. Fehlt auch nur eines, handelt es sich nicht um eine Totentrompete und man sollte die Finger davon lassen.

1. Ein bis zum Grund hohler Trichter. Der Pilz misst an der Öffnung zwischen 3 und 8 Zentimeter im Durchmesser und 5 bis 12 Zentimeter in der Höhe. Es gibt keine klare Trennung zwischen Hut und Stiel: Es ist ein einziges Stück in Tütenform. Der Rand ist wellig, unregelmässig und meist nach aussen umgeschlagen. Drehen Sie den Pilz um und schauen Sie von oben hinein: Sie müssen ein Loch sehen, das nach unten durchgeht.

2. Eine schwarze, schuppige Innenseite. Das Innere der Tüte, also die zum Himmel gerichtete Seite, ist dunkelbraun bis schwarz, und ihre Oberfläche fühlt sich fein schuppig an, nicht glatt. Die Farbe wechselt mit der Feuchtigkeit: bei nassem Wetter dunkler und fast schwarz, bei Trockenheit grauer und matter.

3. Eine aschgraue Aussenseite ohne Lamellen. Das ist das entscheidende Merkmal. Die äussere Oberfläche der Tüte, die die Sporen trägt, ist deutlich heller als das Innere, aschgrau bis blaugrau, und sie ist glatt oder von unscharfen, geschlängelten Falten durchzogen. Es sind niemals echte Lamellen, dünn und regelmässig wie beim Champignon. Fahren Sie mit dem Finger darüber: Sie ist nahezu eben.

4. Ein weisses bis cremefarbenes Sporenpulver. Legen Sie ein Exemplar mit der Aussenseite auf ein dunkles Blatt Papier und warten Sie zwei bis drei Stunden. Der Abdruck muss weisslich bis cremeockerfarben sein. Das ist die letzte Prüfung, die jede Verwechslung mit einem Lamellenpilz mit braunem Sporenpulver endgültig ausschliesst.

Zwei umgedrehte Totentrompeten zeigen den hohlen Trichter, die schwarze schuppige Innenseite und die aschgraue Aussenseite ohne Lamellen

Ein fünfter, nicht zwingender, aber im Gelände sehr hilfreicher Hinweis ist der Geruch. Frisch duftet die Trompete kaum, sie verströmt jedoch einen fruchtigen, leicht an Zwetschge erinnernden Geruch, der sich beim Trocknen deutlich verstärkt. Und ihre Wuchsform ist für sich genommen schon ein Merkmal: Sie wächst nie einzeln. Wenn Sie eine sehen, stehen fast immer zwanzig weitere im Umkreis von zwei Metern, nur eben unsichtbar, solange sich das Auge nicht eingestellt hat.

Verwechslungen und falsche Totentrompeten

An dieser Stelle unterscheidet sich die Totentrompete von den meisten Wildpilzen: Die Gattung Craterellus enthält in Europa keine einzige giftige Art. Die falschen Trompeten, denen man begegnet, sind daher in der überwiegenden Mehrzahl völlig essbare Pilze. Hier die wichtigsten.

  • Trompetenpfifferling (Craterellus tubaeformis): gleiche Trichtersilhouette, aber gelbbrauner Hut und vor allem ein deutlich abgesetzter, gelboranger und hohler Stiel. Essbar und sehr gut, wächst oft in denselben Wäldern.
  • Gelbe Kraterelle oder Starkriechender Leistling (Craterellus lutescens): Aussenseite deutlich gelborange, Stiel leuchtend gelb, ausgeprägter fruchtiger Geruch. Essbar und geschätzt, wächst gern unter Nadelbäumen auf feuchtem Moos.
  • Graue Kraterelle (Craterellus cinereus): kleiner, gleichmässig aschgrau, mit deutlicher ausgeprägten Aussenfalten als die Totentrompete. Essbar, ohne grösseren Wert.
  • Gekräuselte Kraterelle (Pseudocraterellus undulatus): Miniaturausgabe mit stark welligem Rand und noch dünnerem Fleisch. Essbar, wegen ihrer Grösse meist übersehen.
Die einzige wirklich relevante Verwechslung: die Grubenlorchel (Helvella lacunosa). Dieser grauschwarze Pilz wächst an denselben Stellen zur selben Jahreszeit, und seine Farbe kann aus der Ferne täuschen. Drei Unterschiede verraten ihn sofort: Sein Hut ist kein hohler Trichter, sondern eine gelappte, höckerige Masse in Sattelform, er besitzt einen deutlich abgesetzten, dicken und tief gefurchten Stiel, und sein Fleisch ist brüchig statt elastisch. Lorcheln enthalten Verbindungen aus der Gruppe des Gyromitrins, die für Vergiftungen verantwortlich sind, und dürfen auch nach dem Garen nicht verzehrt werden. Im Zweifel gilt: Eine Trompete ist eine von oben bis unten offene Röhre, eine Lorchel niemals.

Eine weitere mögliche, harmlose Begegnung ist der Kelchbecherling (Urnula craterium), eine schwarze Schale mit samtiger Innenseite, die jedoch im Frühjahr erscheint und deren zähe Textur beim Anfassen niemanden täuscht. Was die manchmal erwähnte weisse Totentrompete betrifft, so handelt es sich in nahezu allen Fällen weder um eine Varietät noch um eine andere Art: Es ist schlicht eine Trompete mitten in der Sporenbildung, deren Aussenseite sich mit einem weisslichen Sporenschleier überzieht. Der Pilz ist in diesem Zustand einwandfrei essbar, und es ist sogar das Zeichen dafür, dass er ausgereift ist.

Saison, Standort und wo man sie findet

Die Totentrompete ist eine Mykorrhiza-Art, das heisst, sie lebt in Symbiose mit den Wurzeln von Bäumen. Sie braucht daher einen bestimmten Waldpartner und wächst nicht überall, anders als ein holzbewohnender Pilz wie der Birkenporling, dem ein toter Stamm genügt.

  • Begleitbäume: in erster Linie die Buche, dann die Eiche, gelegentlich auch Edelkastanie, Hainbuche und Hasel. Buchenwälder auf Kalkboden sind die ergiebigsten Reviere.
  • Boden: eher schwer, lehmig oder kalkhaltig, mit einer gut ausgebildeten Laubschicht. Sie mag Hänge, Böschungen und Waldwegränder.
  • Saison: von Ende August bis Dezember je nach Region, mit einem sehr deutlichen Höhepunkt im Oktober und November. Ein guter Schub verlangt Regen gefolgt von einigen milden Tagen.
  • Verteilung: in dichten Trupps von Dutzenden Exemplaren, oft in Kreisen oder Reihen entlang der Wurzeln. Einen Fruchtkörper zu finden bedeutet fast immer, einen ganzen Standort gefunden zu haben.

Das eigentliche Hindernis ist nicht zu wissen, wo man suchen muss, sondern überhaupt etwas zu sehen. Ein drei Zentimeter grosser schwarzer Pilz inmitten eines Teppichs aus braunem Buchenlaub ist optisch nahezu unsichtbar. Was funktioniert: sich hinhocken und schräg gegen das Licht schauen statt senkrecht von oben. Der Trichter erzeugt dann eine kleine Schattenzone, die dunkler ist als das Laub, und die Silhouetten treten hervor. Viele erfahrene Sammler merken sich einen Standort und kehren jedes Jahr dorthin zurück, denn die Standorte sind über lange Zeiträume treu.

Totentrompete und Gefahr: was wirklich stimmt

Sprechen wir Klartext. Die Totentrompete ist kein giftiger Pilz, sie enthält kein bekanntes Toxin und taucht in keiner Vergiftungsstatistik auf. Die Gefahr, die im Zusammenhang mit diesem Pilz online gesucht wird, beruht auf einem Missverständnis über seinen Namen. Dennoch gelten einige echte Vorsichtsmassnahmen, wie bei jeder Wildsammlung.

Verzehren Sie sie niemals roh. Wie die allermeisten Wildpilze muss die Totentrompete gegart werden. Roh ist sie schwer verdaulich und kann Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Eine Garzeit von mindestens acht bis zehn Minuten ist nötig, was gut passt, denn genau so lange braucht auch ihr Aroma, um sich zu entfalten.
  • Das Putzen ist der eigentlich kritische Punkt. Die Tütenform fängt systematisch Erde, Sand und Blattreste im Grund der Röhre. Eine schlecht geputzte Trompete ist ein Bissen Kies. Jeder Pilz muss vor dem Abspülen der Länge nach aufgeschnitten werden.
  • Herkunft und Anreicherung. Mykorrhizapilze nehmen auf, was der Boden enthält, Schwermetalle eingeschlossen. Meiden Sie stark befahrene Strassenränder, alte Industrieflächen und behandelte Kulturflächen, und beschränken Sie sehr grosse, wiederholte Mengen, was für alle Wildarten gilt.
  • Menge und Verdaulichkeit. Auch gut gegart bleiben Wildpilze reich an schwer verdaulichen Ballaststoffen. Eine vernünftige Portion von 150 bis 200 Gramm frisch pro Mahlzeit passt für die meisten Menschen.
  • Bestimmung im Zweifelsfall. Jede Sammlung kann einem Pilzsachverständigen oder einem örtlichen Pilzverein vorgelegt werden. Das ist kostenlos und die einzige echte Sicherheit.

Nährwert und Wirkung

Die Totentrompete ist vor allem ein Genussmittel und kein funktionelles Nahrungsergänzungsmittel. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn man liest gelegentlich Aussagen, die sie zu Unrecht neben klinisch untersuchte Heilpilze wie Reishi oder Hericium erinaceus stellen.

Ernährungsphysiologisch entspricht ihr Profil dem eines guten Waldpilzes: sehr kalorienarm mit rund 30 Kilokalorien pro 100 Gramm frisch, wasserreich, mit einem interessanten Ballaststoffgehalt, einem für eine pflanzliche Quelle ordentlichen Proteinanteil und Beiträgen an B-Vitaminen, Kalium, Phosphor und Eisen. Wie alle Pilze enthält sie Ergosterol, eine Vorstufe von Vitamin D2, dessen Umwandlung zunimmt, wenn die Pilze dem Licht ausgesetzt werden.

Bei den interessanten Inhaltsstoffen beziehen sich die verfügbaren Arbeiten überwiegend auf Extrakte von Craterellus cornucopioides im Labor: Polysaccharide, phenolische Verbindungen und in vitro gemessene antioxidative Aktivität. Das sind Ergebnisse aus Chemie und Zellkultur, keine klinischen Studien am Menschen. Sie weisen auf eine interessante Lebensmittelmatrix hin, sie belegen keinerlei therapeutische Wirkung.

Zur Evidenzlage, ehrlich gesagt: Die Daten zur Totentrompete sind vorläufig und im Wesentlichen in vitro erhoben. Es gibt keine klinische Studie, die ihr einen konkreten gesundheitlichen Nutzen zuschreiben liesse. Essen Sie sie, weil sie hervorragend schmeckt und Ihre Ernährung bereichert, nicht als Behandlung. Für eine tägliche Zufuhr an Beta-Glucanen mit gemessenem Gehalt sind standardisierte Extrakte funktioneller Pilze der richtige Weg, nicht das Sammeln im Wald.

Totentrompeten zubereiten

Es ist ein sehr aromatischer, aber empfindlicher Pilz mit so dünnem Fleisch, dass er in wenigen Sekunden von perfekt schmelzend zu trocken und gummiartig wechselt. Die Vorbereitung zählt daher genauso viel wie das Rezept.

Das Putzen, ein Schritt ohne Kompromiss

Schneiden Sie jede Trompete mit der Messerspitze von oben nach unten auf, wodurch sich die Tüte öffnet und der Innenraum zugänglich wird. Entfernen Sie die Rückstände von Hand oder mit einem Pinsel. Halten Sie die Hälften anschliessend sehr kurz unter fliessendes kaltes Wasser, ohne sie einweichen zu lassen: Das Fleisch ist schwammig und saugt sich in Sekunden voll, was das Garen ruiniert. Abtropfen lassen und auf einem Tuch trocknen.

Garzeit und Zubereitung in der Pfanne

Die Methode mit den besten Ergebnissen läuft in zwei Schritten ab. Geben Sie die Trompeten zunächst ohne Fett in eine heisse Pfanne bei starker Hitze. Sie geben drei bis vier Minuten lang Wasser ab: Lassen Sie dieses Wasser vollständig verdampfen. Fügen Sie danach Butter, Schalotte und Knoblauch hinzu und garen Sie weitere fünf bis sechs Minuten bei mittlerer Hitze. Rechnen Sie also mit acht bis zehn Minuten Gesamtgarzeit. Salzen Sie erst am Ende, denn zu Beginn zugegebenes Salz zieht Wasser heraus und verhindert das Anbraten.

Totentrompeten braten in einer schwarzen gusseisernen Pfanne in Butter mit Petersilie und geschrotetem Pfeffer

Zubereitungen, die funktionieren

  • Das Omelett: die klassischste und vermutlich beste Zubereitung. Trompeten anbraten, dann die verquirlten Eier darübergiessen. Das Schwarz setzt sich optisch ab und das Aroma verteilt sich perfekt im Ei.
  • Die Rahmsauce: Pfanne mit Weisswein ablöschen, Sahne zugeben und einkochen lassen. Das ist die Basis für Geflügel, Kalb und Pasta. Die Trompete verträgt Sahne sehr gut, die ihr Aroma aufnimmt.
  • Risotto und Pasta: erst zum Schluss untergehoben, damit sie nicht zerkochen, geben sie eine tiefe Waldnote, die entfernt an Trüffel erinnert.
  • Trompetenpulver: getrocknete Trompeten fein mahlen und als Würze über Kartoffelpüree, Fisch oder ein weiches Ei streuen. Das ist die wirkungsvollste Art, ihr Aroma auszuschöpfen.

Getrocknete Totentrompeten verwenden

Das Trocknen ist bei dieser Art kein Notbehelf: Es konzentriert und verwandelt ihr Aroma, das kräftiger und fruchtiger wird als im frischen Zustand. Viele Köche bevorzugen sogar die getrocknete Variante.

Zum Einweichen mit lauwarmem Wasser bedecken und zwanzig bis dreissig Minuten quellen lassen. Werfen Sie vor allem das Einweichwasser nicht weg: Filtern Sie es durch ein feines Tuch, um den Sand zurückzuhalten, und verwenden Sie es in der Sauce, denn dort steckt der grösste Teil des Aromas. Die Garzeit nach dem Einweichen ist kürzer, fünf bis sechs Minuten genügen. Beachten Sie schliesslich das Verhältnis von zehn zu eins zwischen frisch und getrocknet: Dreissig Gramm getrocknete Trompeten entsprechen etwa dreihundert Gramm frischen, was auch die Preisunterschiede erklärt.

Preis der Totentrompete

Es ist ein teurer Pilz, aus drei sich addierenden Gründen: Er lässt sich nicht kultivieren, er ist schwer zu entdecken und damit langwierig zu sammeln, und er verliert beim Trocknen 90 Prozent seines Gewichts.

  • Frisch, in der Saison: Rechnen Sie in der Regel mit 25 bis 50 Euro pro Kilo auf Märkten und bei spezialisierten Händlern, mit starken Schwankungen je nach Ertrag des Jahres und Region.
  • Getrocknet: Die Preise liegen meist zwischen 15 und 25 Euro pro 100 Gramm, also in der Grössenordnung von 150 bis 250 Euro pro Kilo. Auf frisch zurückgerechnet ist der Abstand tatsächlich weit geringer, als er scheint.
  • Im Lebensmittelhandel: Man findet sie vor allem getrocknet im Feinkostregal, in kleinen Mengen von 20 bis 40 Gramm, was einen Kilopreis ergibt, der oft über dem des Fachhandels liegt.

Diese Grössenordnungen verschieben sich jedes Jahr mit den Herbstniederschlägen. Eine trockene Saison lässt die Preise leicht auf das Doppelte steigen, ein gutes Jahr drückt sie an das untere Ende der Spanne.

Aufbewahrung und Trocknen

Die Totentrompete gehört zu den Pilzen, die sich am besten trocknen lassen, was sie zu einem ausgezeichneten Kandidaten für einen Jahresvorrat macht.

  • Beim Trocknen: Trompeten aufschneiden und putzen, in einer einzigen Lage auf einem Gitter ausbreiten und im Dörrgerät bei etwa 40 bis 45 Grad trocknen, oder ein bis zwei Tage nahe einer milden Wärmequelle. Sie müssen brüchig werden.
  • Bei der Lagerung: in einem luftdichten Glas aufbewahren, vor Licht und Feuchtigkeit geschützt. So halten sie sich problemlos ein Jahr ohne nennenswerten Aromaverlust.
  • Frisch: Im Kühlschrank halten sie drei bis vier Tage, in einer Papiertüte und niemals in einem geschlossenen Plastikbeutel, in dem sie gären.
  • Im Gefrierfach: Frieren Sie sie erst ein, nachdem Sie sie ohne Fett angebraten haben, niemals roh und feucht, sonst erhalten Sie beim Auftauen eine weiche Masse.

Vorsichtsmassnahmen vor dem Sammeln

Einige einfache Regeln gelten für jede Sammlung und verdienen es, auch bei einer so sicheren Art wiederholt zu werden. Sammeln Sie nur, was Sie eindeutig bestimmen können, mit allen vier erfüllten Merkmalen. Verwenden Sie einen Weidenkorb statt einer Plastiktüte, damit die Sporen sich verteilen können und nichts gärt. Schneiden oder drehen Sie an der Basis, ohne das Myzel herauszureissen. Informieren Sie sich über die örtlichen Regeln, denn das Sammeln ist in Staatswäldern reglementiert und auf Privatgrund ohne Erlaubnis untersagt. Meiden Sie schliesslich Strassenränder und Industriestandorte, eine Vorsicht, die auch für den Zunderschwamm oder den Schopf-Tintling gilt.

Sammeln nährt und tut der Seele gut. Für eine tägliche Zufuhr funktioneller Pilze mit garantiertem Beta-Glucan-Gehalt bleiben standardisierte Extrakte der verlässlichste Weg.

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Häufige Fragen zur Totentrompete

Nein. Craterellus cornucopioides ist ein hervorragender Speisepilz, der kein bekanntes Toxin enthält und in keiner erfassten Vergiftung eine Rolle spielt. Sein Name stammt von der schwarzen Farbe und dem Erscheinen um Allerheiligen, nicht von einer Gefahr. Die einzigen echten Vorsichtsmassnahmen sind, ihn stets mindestens acht bis zehn Minuten zu garen, ihn wegen der Tütenform, die Erde festhält, sorgfältig zu putzen, und Sammlungen an Strassenrändern oder auf belasteten Flächen zu vermeiden.
Vier Merkmale müssen gleichzeitig zutreffen. Der Pilz bildet einen bis zum Grund hohlen Trichter ohne abgesetzten Stiel, mit welligem, umgeschlagenem Rand. Seine Innenseite ist schwarz bis dunkelbraun und fein schuppig. Seine Aussenseite ist deutlich heller, aschgrau, glatt oder schwach faltig, ohne echte Lamellen. Sein Sporenpulver ist weiss bis cremefarben. Dazu kommt der Kontext: unter Laubbäumen, vor allem Buche und Eiche, in dichten Trupps, von August bis Dezember. Fehlt auch nur ein Merkmal, nicht verzehren.
Die häufigsten Doppelgänger gehören zur selben Gattung und sind alle essbar: Trompetenpfifferling, gelbe Kraterelle, graue Kraterelle, gekräuselte Kraterelle. Die einzige zu beachtende Verwechslung ist die Grubenlorchel, Helvella lacunosa, grau bis schwarz und zur selben Jahreszeit wachsend, deren Hut jedoch eine gelappte Masse in Sattelform ist und kein hohler Trichter, und deren Stiel dick und tief gefurcht ist. Lorcheln dürfen nicht verzehrt werden. Der Test ist einfach: Eine Trompete ist eine von oben bis unten offene Röhre, eine Lorchel niemals.
Frisch und in der Hochsaison wird sie meist zwischen 25 und 50 Euro pro Kilo gehandelt, je nach Ertrag des Jahres und Region. Getrocknet rechnen Sie in der Regel mit 15 bis 25 Euro pro 100 Gramm, also etwa 150 bis 250 Euro pro Kilo. Der Unterschied erklärt sich durch das Trocknungsverhältnis: Man braucht ungefähr ein Kilo frische Pilze für hundert Gramm Trockenware. Diese Niveaus schwanken von Jahr zu Jahr stark mit den Herbstniederschlägen.
Rechnen Sie bei frischen Trompeten mit insgesamt acht bis zehn Minuten. Beginnen Sie mit drei bis vier Minuten ohne Fett in einer heissen Pfanne, bis sie ihr Wasser abgegeben haben und dieses verdampft ist, und geben Sie dann Butter und Aromaten für weitere fünf bis sechs Minuten bei mittlerer Hitze dazu. Salzen Sie erst zum Schluss. Bei getrockneten und wieder eingeweichten Trompeten genügen fünf bis sechs Minuten, da sie bereits mit Wasser vollgesogen sind.
Die Saison läuft von Ende August bis Dezember mit einem deutlichen Höhepunkt im Oktober und November, nach Regen gefolgt von milden Tagen. Suchen Sie in Laubwäldern, vorrangig in Buchenwäldern und danach in Eichenwäldern, auf lehmigen oder kalkhaltigen Böden, in der Laubschicht, an Böschungen und entlang von Waldwegen. Der Pilz wächst in dichten Trupps und nicht einzeln. Da er schwarz auf braunem Laub steht, hocken Sie sich hin und schauen Sie schräg gegen das Licht statt senkrecht von oben: Die Trichter erzeugen einen dunkleren Schatten, der sie verrät.
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